Der mit 25.000 Euro dotierte Filmpreis Köln geht in diesem Jahr an Roman Polanski. Der 1933 in Paris geborene polnische Regisseur gilt mit Filmen wie „Chinatown“ oder „Der Pianist“ als einer der renommiertesten Filmemacher des Weltkinos. Polanskis Biografie, so begründete die Cologne Conference die Entscheidung, biete „selbst Stoff für gleich mehrere Spielfilme. Er hat sich, ausgehend von den tiefgreifenden Erlebnissen seiner Existenz, intensiv mit dem Zusammenhang von Kommunikation, Sinneswahrnehmung und Filmsprache auseinandergesetzt – und dies mit prägenden Arbeiten über einen Zeitraum von mehr als fünfzig Jahren hinweg“.
Der von der Filmstiftung NRW und der Stadt Köln gestiftete Filmpreis wird jährlich im Rahmen der Cologne Conference an einen herausragenden Filmkünstler vergeben, der die Grammatik und Poetik der audiovisuellen Medien entscheidend beeinflusst hat. Die bisherigen Preisträger waren der US-Regisseur und Drehbuchautor Paul Haggis (2007) und die belgischen Filmemacher Jean-Pierre und Luc Dardenne (2008). Roman Polanski wird den Filmpreis Köln am 3. Oktober in Empfang nehmen.