Der Hannover-Komplex

Dokumentation, 90 min, DE 2015, OF 
Mittwoch, 30. September, 21:30 Uhr, Filmhauskino

EIKON, in Kooperation mit HMR Produktion, in Koproduktion mit WDR, SWR, NDR, RBB und Phoenix, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW

Teampremiere - Nur mit Einladung

Director: Lutz Hachmeister
Producer: Ernst Ludwig Ganzert
Photography: Hajo Schomerus, Dirk Wojcik
Editor: Guido Krajewski
Sound: Stavros Charitidis

Selected Filmography Lutz Hachmeister:
Hôtel Provençal (2000), Schleyer – Eine deutsche Geschichte (2003), Das Goebbels-Experiment (2005), Bucht der Milliardäre (2007), Freundschaft! – Die Freie Deutsche Jugend (2009), Three Stars (Die Köche und die Sterne, 2011), The Real American – Joe McCarthy (2012)

Jahrzehntelang galt die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover als besonders mittelmäßig – vom Image her nahe bei Bielefeld, „eine Autobahnausfahrt zwischen Göttingen und Walsrode“. So läuft Jasper Morrisons Design für Hannovers Straßenbahnen passenderweise unter dem Label „Supernormal“.

Lutz Hachmeister untersucht in seinem neuen Dokumentarfilm diese „Supernormalität“ Hannovers, denn seit den 1970er Jahren hat sich der Hannover-Komplex zu einem politisch-personellen Machtzentrum Deutschlands entwickelt. Dafür stehen Namen wie Gerhard Schröder, Christian Wulff, Sigmar Gabriel oder Ursula von der Leyen, Tochter des ehemaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht.

Hachmeisters Hannover-Revue analysiert das hannoversche Geflecht aus Wirtschaft, Politik und High Society und zeichnet dabei das Sittenbild einer rituell geschmähten Provinzhauptstadt, die sich mit ihrer unscheinbaren Rolle in der Mitte Deutschlands gut abgefunden hat. Zugleich setzt der Film Hachmeisters politisch-zeithistorischen Erkundungen bundesdeutscher Mentalitäten (wie in den ARD-Dokumentationen „Sozialdemokraten – 18 Monate unter Genossen“ oder „Auf der Suche nach Peter Hartz“) fort.