Hommage Oliver Storz

Hommage Oliver Storz

"Im Schatten der Macht", eine zeitgeschichtliche Parabel über die Spionageaffäre um Günter Guillaume und den Rücktritt Willy Brandts, eröffnet das Internationale Fernseh- und Filmfest – Cologne Conference 2003. Dies ist der Anlass, dem vielfach preisgekrönten Autor und Regisseur Oliver Storz, einem der großen Kreativen der deutschen Fernsehgeschichte, die diesjährige Werkschau zu widmen.
"Im Schatten der Macht" ist in vielerlei Hinsicht ein klassischer Oliver Storz-Film. Die jüngere Vergangenheit liefert ihm den Stoff und die Ausgangssituation. Auf dieser Grundlage entwickelt er eine Filmgeschichte um menschliche Konflikte von allgemeingültiger Ordnung, getragen von einer Riege eindrucksvoller Schauspieler, die unter seiner Regie überragende Leistungen zeigen. Von solchen Kunststücken gelangen ihm einige im zurückliegenden Jahrzehnt: "Drei Tage im April" - 1994 im Auftrag des SDR zum Gedenktag des 8. Mai 1945 inszeniert und mit dem    Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet - zeigt Menschen zwischen Zivilcourage und Paralyse in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. "Gegen Ende der Nacht", unmittelbar nach Kriegsende angesiedelt, schildert die verstörende Liebesgeschichte zwischen einem amerikanischen Secret-Service-Mann (Stefan Kurt) und einer jungen Deutschen (Karoline Eichhorn), die als ehemalige KZ-Wärterin im Verdacht steht. Der Film erhielt 1999 den Grimme-Preis.

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