AOL und Time Warner, Endemol und Telefonica, Pearson TV und CLT/UFA: Die Nachrichten über Zusammenschlüsse, Fusionen und Kooperationen reißen nicht ab. Das Neue daran ist, dass sich immer mehr „klassische“ Medienunternehmen mit sogenannten „neuen“ Kommunikationsunternehmen verbinden. Die ökonomische Konvergenz bringt Inhalte und Marken mit dem begehrten Zugang zu neuen Vertriebswegen zusammen. Unternehmen wie RealNetworks aus Seattle, die lange als reine Software-Firmen angesehen wurden, entwickeln sich zu Sendeplattformen, die mit renommierten Medienunternehmen kooperieren.
Auch die technologische Konvergenz nimmt rasant zu. Jüngstes Beispiel ist die RTL-Neugründung „RTL New Media“. 500 Millionen Mark werden investiert, um die Inhalte und die große Popularität des RTL-Fernsehprogramms für e-commerce und eine verstärkte und interaktive Zuschauerbindung im Internet zu nutzen.
Ein weiteres Merkmal der „Neuen TV-Ökonomie“ ist die zunehmende Kapitalisierung der Branche. Die zahlreichen Börsengänge von Unternehmen wie Brainpool AG und Kinowelt Medien AG haben viel Geld in die Kassen der Produktionswirtschaft gespült. Dieses Geld wird jetzt genutzt, neue Absatzmärkte zu finden und die Produktpalette auszweiten.
Gerade die bisherigen „klassischen“ Programmproduzenten und TV-Sender haben einen unbestreitbaren Vorteil gegenüber den neuen Multimedia-Unternehmen: die Inhalte und vor allem eingeführte Marken. Denn eines ist klar: Es wird in der Zukunft mit immer neuen Distributionswegen und
-kanälen immer schwieriger werden, neue Marken durchzusetzen.
Die größte Unbekannte in der neuen TV-Ökonomie ist das Programm. Wird das Internet als ernstzunehmende Konkurrenz zur Entwicklung neuartiger Programme führen oder wird Altbekanntes nur für das neue Medium adaptiert? Welche Auswirkungen wird die Online-Interaktivität auf die Programmgestaltung haben?
Moderation:
Georges Leclere, International Emmy Awards, New York
Dr. Volker Lilienthal, epd medien, Frankfurt a.M.
10.00 Uhr – 10.15 Uhr Begrüßung
10.15 Uhr – 10.45 Uhr
Fusion und Konvergenz: What’s next?
Andreas Schmidt, Bertelsmann AG
10.45 Uhr – 11.15 Uhr
Mergers statt Märkte: Vielfalt und Wettbewerb im neuen TV-Zeitalter
Dr. Jean-Eric de Cockborne, Head of Unit Audiovisual Policy, Europäische Kommission
11.15 Uhr – 11.45 Uhr Kaffeepause
11.45 Uhr – 12.30 Uhr
Vom Public Service zum Global Provider: Die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Mark Young, Managing Director BBC Worldwide
12.30 Uhr – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr – 14.30 Uhr
Markenbildung im digitalen Dschungel
Prof. Knut Föckler, Senior Executive Director Deutsche Telekom
14.30 Uhr - 15.30 Uhr
Das Fernsehen von Morgen: TV, Internet und E-Commerce
Präsentationen und Podium
Brian Aiken, Vicepresident Europe RealNetworks Inc.
Urs Rohner, Vorstandsvorsitzender ProSieben Media AG
Christiane zu Salm, Geschäftsführerin MTV Networks GmbH
Prof. Dr. Helmut Thoma, Medienberater
15.30 Uhr – 16.00 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr – 17.00 Uhr
TV-Programm und Internet: Die Sicht der Produktionswirtschaft
Präsentationen und Podium
Dr. Jan-Pelgrom de Haas, Deputy General Manager Grundy UFA TV Produktions GmbH
Catherine MacKay, President Pearson Television Enterprises
Andrea Wonfor, Executive Chair Granada Media Productions
17.00 Uhr – 18.00 Uhr
Die neue TV-Ökonomie: Kapital, Programme, neue Absatzmärkte
Jörg Grabosch, Vorstandsvorsitzender Brainpool AG
Fred Kogel, Programmgeschäftsführer SAT.1
Dr. Rainer Kölmel, Vorstand Kinowelt Medien AG
Markus Schächter, Programmdirektor ZDF