Die neue TV-Ökonomie

Dienstag, 6. Juni, 10:00 – 18:00 Uhr, 

AOL und Time Warner, Endemol und Telefonica, Pearson TV und CLT/UFA: Die Nachrichten über Zusammenschlüsse, Fusionen und Kooperationen reißen nicht ab. Das Neue daran ist, dass sich immer mehr „klassische“ Medienunternehmen mit sogenannten „neuen“ Kommunikationsunternehmen verbinden. Die ökonomische Konvergenz bringt Inhalte und Marken mit dem begehrten Zugang zu neuen Vertriebswegen zusammen. Unternehmen wie RealNetworks aus Seattle, die lange als reine Software-Firmen angesehen wurden, entwickeln sich zu Sendeplattformen, die mit renommierten Medienunternehmen kooperieren.
Auch die technologische Konvergenz nimmt rasant zu. Jüngstes Beispiel ist die RTL-Neugründung „RTL New Media“. 500 Millionen Mark werden investiert, um die Inhalte und die große Popularität des RTL-Fernsehprogramms für e-commerce und eine verstärkte und interaktive Zuschauerbindung im Internet zu nutzen.
Ein weiteres Merkmal der „Neuen TV-Ökonomie“ ist die zunehmende Kapitalisierung der Branche. Die zahlreichen Börsengänge von Unternehmen wie Brainpool AG und Kinowelt Medien AG haben viel Geld in die Kassen der Produktionswirtschaft gespült. Dieses Geld wird jetzt genutzt, neue Absatzmärkte zu finden und die Produktpalette auszweiten.
Gerade die bisherigen „klassischen“ Programmproduzenten und TV-Sender haben einen unbestreitbaren Vorteil gegenüber den neuen Multimedia-Unternehmen: die Inhalte und vor allem eingeführte Marken. Denn eines ist klar: Es wird in der Zukunft mit immer neuen Distributionswegen und
-kanälen immer schwieriger werden, neue Marken durchzusetzen.
Die größte Unbekannte in der neuen TV-Ökonomie ist das Programm. Wird das Internet als ernstzunehmende Konkurrenz zur Entwicklung neuartiger Programme führen oder wird Altbekanntes nur für das neue Medium adaptiert? Welche Auswirkungen wird die Online-Interaktivität auf die Programmgestaltung haben?

Moderation:
Georges Leclere
, International Emmy Awards, New York
Dr. Volker Lilienthal, epd medien, Frankfurt a.M.


10.00 Uhr – 10.15 Uhr Begrüßung


10.15 Uhr – 10.45 Uhr             
Fusion und Konvergenz: What’s next?
Andreas Schmidt
, Bertelsmann AG


10.45 Uhr – 11.15 Uhr            
Mergers statt Märkte: Vielfalt und Wettbewerb im
neuen TV-Zeitalter
Dr. Jean-Eric de Cockborne
, Head of Unit Audiovisual Policy, Europäische Kommission


11.15 Uhr – 11.45 Uhr Kaffeepause


11.45 Uhr – 12.30 Uhr             
Vom Public Service zum Global Provider: Die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Mark Young, Managing Director BBC Worldwide


12.30 Uhr – 14.00 Uhr Mittagspause


14.00 Uhr – 14.30 Uhr             
Markenbildung im digitalen Dschungel

Prof. Knut Föckler, Senior Executive Director Deutsche Telekom


14.30 Uhr - 15.30 Uhr           
Das Fernsehen von Morgen: TV, Internet und E-Commerce

Präsentationen und Podium
Brian Aiken, Vicepresident Europe RealNetworks Inc.
Urs Rohner, Vorstandsvorsitzender ProSieben Media AG
Christiane zu Salm, Geschäftsführerin MTV Networks GmbH
Prof. Dr. Helmut Thoma, Medienberater


15.30 Uhr – 16.00 Uhr Kaffeepause


16.00 Uhr – 17.00 Uhr             
TV-Programm und Internet: Die Sicht der Produktionswirtschaft

Präsentationen und Podium

Dr. Jan-Pelgrom de Haas
, Deputy General Manager Grundy UFA TV Produktions GmbH
Catherine MacKay
, President Pearson Television Enterprises
Andrea Wonfor
, Executive Chair Granada Media Productions


17.00 Uhr – 18.00 Uhr             
Die neue TV-Ökonomie: Kapital, Programme, neue Absatzmärkte

Jörg Grabosch, Vorstandsvorsitzender Brainpool AG
Fred Kogel,
Programmgeschäftsführer SAT.1
Dr. Rainer Kölmel, Vorstand Kinowelt Medien AG
Markus Schächter, Programmdirektor ZDF