Les Fantômes de Tanger

Dokumentardrama, 85 min, Frankreich/Deutschland 1997
Sonntag, 14. Juni, 21:30 Uhr, 

Director/Script: Edgardo Cozarinsky
Photography:
Jacques Bouquin
Editor:
Martine Bouquin
Sound:
Cyril Moisson
Music:
Orchesia Andalusi de Tanger
Production Design:
Lerbi Yacoubi
Casting:
Dahia Abdallah
Principal Cast:
Laurent Grévill (le visiteur), Younès Moktader (Le garcon)

Producer:
Mohamed Ulad-Mohand
Co-Producer:
Christoph Meyer-Wiel
Production:
Astoria Films, Les Films de Brooklyn, Schlemmer Film, ZDF/ARTE

Distribution:
Astoria Film


Selected Filmography Edgardo Cozarinsky (since 1989): Guerriers et Captives, 1989; André Chastel: Une sentiment de bonheur, 1990; Domenico Scarlatti à Séville, 1990; Portrait de Borges en Aleph, 1992; Boulevards du Crépuscule, 1992; Citizen Langlois, 1994; Le violon de Rothschild, 1994. 

Tanger - Ein Fluchtpunkt für Künstler, Spione und Exilanten. Dem Mythos und verblühten Charme der marokkanischen Hafenstadt spürt der argentische Regisseur Edgardo Cozarinsky in "Fantômes de Tanger" nach. Er folgt dabei dem Strukturprinzip der "rencontre impossible" zwischen einem europäischen Autor in der Schreibkrise, unterwegs auf einem nostalgischen Streifzug durch die Stadt, und einem marokkanischen Jungen aus dem Süden, der von der Hoffnung getrieben ist, heimlich nach Spanien überzusetzen. Beide Akteure bewegen sich kontrapunktisch in verschiedenen Epochen und Paralleluniversen. Durch Einführung der doppelten Erzählinstanz vermeidet Cozarinsky schulmäßige Kulturarchäologie. In Interviews und nahtlos integrierten Filmzitaten läßt er Vergangenes aufleben und rekonstruiert der "genius loci", wie ihn vormals ein Genet, Burroughs oder Bowls erfahren haben müssen. Ein gelungenes Genre-Experiment, angesiedelt im Grenzbereich von Fiktion und Dokumentation, ein kulturhistorischer Reisefilm von Format.